Moesa

Früher ein sehr produktives Gewässer leidet die Moesa, respektive die Nahrungskette, heute unter akutem Nährstoffmangel und immer
wiederkehrender Stauseeentleerungen und extremen Hochwassern. Der vorläufige Tiefpunkt wurde 2007 mit dem x-ten Jahrhundert-
Hochwasser erreicht. Der obenliegende Stausee wurde nach heftigen Regenfällen viel zu spät und ohne Rücksicht auf Verluste voll
geöffnet wurde. Das folgende Schlagwasser hat den Fischbestand an den Rand der Vernichtung geführt. Mit viel Aufwand und Herzblut
arbeitet der zuständige Fischereiaufseher Flavio Nollo daran den Bestand wieder aufzubauen.
Nun bis ins Jahr 2016 hat sich die Lage leider eher zugespitzt. Nach anfänglichen Erfolgen gehen die Fänge stetig zurück.
Viele fischfressende Prädatoren wie Gänsesäger, Kormoran und Graureiher arbeiten zusammen mit dem Phosphormangel und den
Wasserkraftwerken am langsamen Zusammenbruch des Fischbestandes.


Tipfischen vergangener Jahre. Herrlich eingefärbte Moesa bescherte damals herrliche Fänge.


Lauschige Plätze gibt es Heute noch


Noch eine hässliche Seite der Wasserkraftnutzung!
Eines Samstag Abends kurz vor der Dämmerung (Bilder sind aufgehellt) richte die Luft neben der Moesa plötzlich nach Ammoniak.
Eine stinkende Brühe ergiesst sich in die Moesa. Das Wasser des Stausees im Calancatal wurde bis auf den Grund turbiniert.


Ob da noch was überlebt?


150 Meter unterhalb der Einleitung








Ein Kanal wurde mittels Blocksteine zu einem der produktivsten Gewässerabschnitte der Moesa gemacht.
Szenarien wie man sie sich auch z. B. am Hinterrhein oberhalb Rothenbrunnen wünscht.