Der Hecht

Status:
In Graubünden seit Rheinkorrektur kein natürliches Vorkommen. Teilweise durch Besatz mehr oder weniger verletzliches Vorkommen.
In Baggerseen unnatürliche Alterpyramide durch Entfernung grosser Fische. Teils Überbestand an Jungfischen.

Der Hecht spielt bei der Bündner Fischerei eine untergeordnete Rolle. Dennoch gibt es einige Seen mit einem schwachen oder
mittleren Bestand dieses attraktiven Fisches. Der grosse Nachteil bei dieser Fischart ist, dass die Fischerei, in Kleinseen wie
jene in Graubünden, mit wenige Fängen zum Erliegen kommen kann. So beherbergt beispielsweise der Zizerser Badesee kaum
noch Fische jenseits 50 Zentimeter.

Wärend im San Bernardino Stausee, zum Schutze der Salmoniden, eine aktive Bekämpfung dieses Fisches angesagt ist,
bedeutet die Entnahme mittlerer und kapitaler Hechte an Kleinseen oft das Ende der Fischerei. Grund dafür ist das territoriale Verhalten
und das eher langsame Wachstum.

Unser Verein bietet Neumitgliedern und Jugendfischern die bei uns im Verein angeschlossen sind die Möglichkeit
eine Instruktion zum Hechtfang zu geniessen. Im Vordergrund steht der sorgsame Umgang, die Angeltechnik
und die Biologie dieses Fisches.
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Der Hecht unterscheidet sich von vielen anderen Fischarten dadurch, dass er ein relativ grosses Revier beansprucht.
Dies ist auch der Grund wieso Kleinseen wie z. B. die kleine Zizerser Badegumpe nur wenige Hechte fortgeschrittenen Alters beherbergt.
In früheren Jahren als noch kaum jemand diese Fische tötete lebten immer zwei bis drei Exemplare über einem Meter drin.
Sie sorgten auch dafür dass nicht zuviele Halbstarke um 50-70cm die Futterfische übermässig reduzierten.
Eine Entnahme muss daher an solchen Gewässern, möchte man die Hechtfischerei nicht zum Erliegen bringen,
auf Eigenbeschränkung der Laichreifen Fische über 50cm basieren.

Wertvolles Muttertier welches nach kurzem und schonungsvollem Fang zurückgesetzt wird und so weiterhin für Nachkommen sorgen kann


Da der Hecht unter günstigen Bedingungen sehr produktiv ist spricht hingegen nichts dagegen wenn man die kleineren Nachkommen
zum Verzehr entnimmt. Die Fischerei ist ja vor allem auch Beutefang, daher Nahrungsbeschaffung in der Natur seit Urzeiten.

Laichhabitat des Hechtes


Die Frage wie lange noch! Die Zizerser Badegumpe ist vom Grundwasserspiegel abhängig welches direkt vom Rhein gespiessen wird.
Der Rhein jedoch gräbt sich infolge Wasserkraftnutzung und Kanalisierung immer tiefer in den Untergrund ein.

Ein Junghecht lauert auf Kleinfische




Dieser wichtige Teil des Sees wird ohne Gegenmassnahmen im nahen Rhein in wenige Jahren trockengelegt.
Eine Sohlenstabilisierung und Pegelerhöhung im nahen Rhein ist das einzige Mittel dagegen.


Vor rund 30 Jahren entsprach der hier gezeigte Hochwasserstand dem Normalniveau im Sommer


Der Hecht reguliert seinen Bestand selber. Gibts zuviele werden sie zu Kanibalen


Weitere Seen befinden sich im Engadin mit dem Taraspersee, im Misox mit dem Lago Dosso und als unerwünschte Neozoen,
auf natürliche Weise den Weg gefunden oder illegal ausgesetzt auch im Stausee in San Bernardino. In letzterem See hat der Hecht,
aber auch der Flussbarsch schwere Schäden am Saiblings- und Forellenbestand verursacht und sollte entnommen werden. Aus der
Pfanne munden die Stauseehechte im Gegensatz zu jenen aus dem Lago Dosso gut. Ansonsten kann ein mitunter fahler oder
modriger Geruch das Fischgericht umgeben. Hechte aus dem Lago Dosso sind bekannt dafür dass sie kaum für die Pfanne taugen.

Hechtangeln ist sehr arbeisintensiv soweit man übers Fischen von Arbeit sprechen darf.
An schwierigen Gewässern eine Technik für Könner.




Ein gesundes kapitales Weibchen mit prallgefülltem Laib. Tausende Eier warten auf ihre Platzierung im Kraut.
Dieses herrliche Weibchen durfte weiter leben.


Sanfter Drill - sanftes Releasen zugunsten des Fortbestandes