Island

Arktische meerwandernde Saiblinge und Forellen in Island



Island ist ein Geheimtipp für Saibling und Forelle und grandioses Naturerlebnis.
Saibling und Forelle kommen als meerwandernde und als reine Süsswasserform vor. Islands Fischreichtum gründet auf
einem ausgezeichneten Fischereimanagement sowie natürlichen Phosphorquellen. Insbesondere für den Saibling ist dies
der richtige Ort um das Angelgerät bis ins letzte Detail auf die Probe zu stellen. Mit ungewöhnlich heftiger Power
strapazieren die Arctic Char nicht nur Vorfach und die Fliegenhaken, auch Ruten und Rollen müssen an den Grenzbereich
geführt werden um weite Wurfdistanzen zu erreichen und wilde Fluchten parieren zu können.



Gemeinsam auf dem Island Trip waren meine Freunde Matthias Escher (Aqua Sana in Ulmiz) und Daniel Luther.




Island bietet eine Vielzahl unterschiedlichster Gewässertypen. Alpine Bergseen mit reichem Forellenbestand, flache Brackwasserseen
im Marschland der Talebenen sowie fjordähnliche Seen mit Meerverbindung. Meist starteten wir in den Abendstunden um gegen 23.00
am Wasser zu sein. Mitunter waren längere Fussmärsche angesagt. Mancherorts können die Seen aber auch wie eine Perlenkette die
Hauptverbindungsstrassen begleiten.

 

Die erfolgreichste Zeit an Bergseen war das letzte Sonnenlicht der Mitternachtssonne.



Wanderung an einen kaum befischten Bergsee. Manche Seen liegen mehr oder weniger direkt neben kaum befahrenen Strassen,
die meisten allerdings sind nur durch eine längere Wanderung über die Tundra des Hochlandes erreichbar.



Matthias Escher mit herrlicher Island Forelle



Da wo die Fliege nicht taugt sind kleine Wobbler eine gute Wahl

 

Auch kleinwüchsige Bachforellen um 35 Zentimeter gab es. Manche Bergseen waren geradezu vollgestopft mit ihnen.
Meist kam die Fliege zum Einsatz. Doch auch Wobbler mit guter Aktion waren Teil dieser interessanten Fischerei.




Manchmal spielte uns das Wetter ein Streich. Ein heftiger Sturm fegte über die alpine Landschaft.
Daniel versucht trotzdem den Köder auf Distanz zu bringen.



Ein Sturm alleine verursacht noch kein Problem. Wichtiges Detail ist eine wasserdichter Rucksack oder Tasche.


 

Die Bäche der alpinen Region waren leider praktisch fischleer. Die Vermutung liegt nahe dass diese lediglich zur Laichzeit aufgesucht
werden. Es gab auch kaum Wassergetier, während die darunterliegenden Seen extrem nährtierreich waren.


 

Die dunkelste Zeit der Nacht. Um 2:00 schlief die Sonne kurz ein. Ein produktiver Zeitraum mit der Trockenfliege.


 

Während die Region der Bergseen an hochalpine Schweizer Verhältnisse erinnert, prägen in den Tiefebenen Marschland
oder bizarre Vulkankegel die Landschaft.


 

Typischer Meerforellensee im Marschland neben dem angrenzenden Meer. Hier gibt’s auch kapitale Saiblinge
und je nach Jahreszeit Lachse.


 

In diesen Brackwasserseen sind alle meerwandernden Fische Islands zuhause. Extreme Kaliber atlantischer Lachse blieben ein Wunsch.
Ab und zu konnte man einen Blick auf die 20 Kilo schweren Frühaufsteiger erhaschen. Unsere Hauptbeute war der Arktische Saibling
welcher in grossen Schulen aus den Fjorden ins Süsswasser einstieg. In einzelnen Seen ebenfalls Meerforellen.
 

Eine kapitale Island Meerforelle bietet Daniel einen spektakuläre Drill…….


 

………und unzählige Sprünge


 

Herrliche gezeichnete Meerforelle auf den Streamer.
Durch langen Aufenthalt im Süüswasser von Bachforellen kaum zu unterscheiden.


 

Matthias war mit der Trockenfliege erfolgreich


 

 Auffallend grobe Muster, an Shrimps erinnernd, waren sehr erfolgreiche Köder


 

Die meerwandernden Saiblinge waren unsere Hauptbeute und die ultimativen Kampfmaschinen. Ungeahnte Kräfte kamen ins Spiel.
Ein Indiz das auf einen Meeresfisch hinwies. Wie sich später herausstelle waren sämtliche Saiblinge in den mit dem Meer verbundenen Seen
die Wanderform des Salzwassers.


 

Fische waren unser täglich Brot am Wasser. Verhungern tut man nicht auf Island. Rotfleischige Saiblinge waren ein Hochgenuss.

 

Und natürlich vom Gril

 

 

So schön und spannend die Fliegenfischerei.........

.........so wichtig ist Abwechslung und damit die Vollkommenheit als Angler. Angeln ist und bleibt auch Nahrungsbeschaffung




Extrem kampfstarke Saiblinge und herrliche Forellen, gefischt in völlig belassenen Gewässern schreien nach einer Rückkehr auf diesen
nicht nur aus geologischer Sicht heissen Hotspot im Nordatlantik.

 

Chris Wittmann