Reiche Fänge vor dem Bau des Wasserkraftwerkes Domat- Ems

Anno dazumal unterbrach das Wasserkraftwerk Domat-Ems die Fischwanderung im Alpenrhein.
Die Bodenseeforelle (reine Wanderform) verschwand eine Generation später vollkommen. Zurück blieben die weniger
wanderfreudigen "Flussforellen", Ein genetischer Mix wie er von der Natur so gewollt war. Hybriden der stationären Form
(Bachforelle) und der Wanderform (Seeforelle). Die Natur hat vorgesorgt und sorgte immer schon für eine genetische Vielfalt.
Dies beweisen enorme Fänge im Bündner Alpenrhein nach dem Bau des Kraftwerkes. Noch in den 80er Jahre laichten die
Flussforellen erfolgreich. Beispielsweise unter der Haldensteiner Brücke und im Bereich Scalarip unterhalb Trimmis.

1987 mit dem Jahrhunderthochwasser kam die Wende
Erst wurde das völlig unbedenkliche und ungiftige Phosphor in Waschmitteln verboten und danach in Kläranlagen der
zurückgebliebene Rest bis Heute mittels chemischen Salzen und hohen finanziellem Aufwand radikal entfernt.
Weit über das erforderliche Mass von 25 Mikrogramm wie es damals das Bundesamt für Umwelt als Zielwert anstrebte.
Mit den Folgen einer sehr tiefen Biomasse. Seltene Wasserinsekten wie die Steinfliege sucht man seit damals vergebens.
Hinzu kommt die äusserst agressive und rücksichtslose Nutzung der Wasserkraft als Handelsware.

Moderater Sunk und Schwall (max. 40cm Pegelveränderung), gepaart mit genügend lebensnotwendigen Nährstoffen (Phosphor)
aus natürlicher Herkunft (keine Druckleitungen, dafür Wald- und Wiesenbäche) sowie menschlicher Herkunft aus Abwässern und
Landwirtschaft. Die Begradigung des Rheins hatte anscheinend kein Einfluss auf die Biomasse im Rhein. Lediglich weniger
wildwasserresistente Arten wie Barben, Brachse und Döbel verschwanden damals.








Damals am Alpenrhein war Fliegenfischen was für Könner und Förderer der nachhaltigen Fischerei.
Josef Wittmann "JoWi" hat die guten alten Zeiten richtig mitbekommen.






Laichfischfang im Hinterrhein bei Rothenbrunnen